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Der Schmetterlingsbuntbarsch ist einer der schönsten Zwergcichliden und trägt den Namen Schmetterling zu Recht. Da die „kleinen Südamerikaner“ ein absolut friedliches Verhalten haben passen sie in jedes kleinere Becken, sowie auch als exzellenter Beifisch zum Diskus oder Skalar.
Unsere Ramirezi zeichnen sich durch ihre Größe und Farbbrillanz aus. So erreichen unsere Zuchtmännchen eine stolze Größe vom ca. 7cm und Weibchen sind dementsprechend kleiner. Um diesen hohen Qualitätsstandard zu erreichen und über Jahre zu erhalten, ist aber eine harte und aufreibende Arbeit nötig, da es sehr schwer ist, an gutes Zuchtmaterial zu gelangen. Jetzt mag man sagen, dass es doch überhaupt nicht so schwer wäre, sollte man wissen, dass ich ein absoluter Perfektionist bin. Dadurch habe ich einen sehr hohen Qualitätsanspruch.
Die Zuchttiere sind in unseren so genannten T- block untergebracht und je nach Bedarf der Jungfische pflegen unsere „Ramis“ ihre Gelege allein und führen dann ihre Babys aus. Da in den Zuchtbecken mehrere Paare sind, stimulieren sie sich gegenseitig, sodass sich mehrere Gelege in derselben Entwicklungsphase befinden, dabei sind Gesamtbruten von bis zu 2000 Stück pro Zuchtbecken keine Seltenheit und beim ausschwärmen der Brut, kann es dann passieren das Jungfische von anderen Paaren in Nachbarschaft „ adoptiert“ werden.
In diesem Stadium werden dann die Kleinen von den Eltern getrennt und in unseren „Babyblock“ umgesetzt. In der Zwischenzeit sind auch die Artemiaeier aus unserer eigenen Ernte, welche sich durch ihre kleine Größe auszeichnet, in den Zuchtflaschen geschlüpft. Und dadurch ein hervorragendes Aufzuchtfutter ist.
Ab einer bestimmten Größe und je nach Menge werden dann die Jungfische in ein anderes Becken umgesetzt und langsam an zusätzliches Futter gewöhnt. So füttern wir in diesem Größenstadium von 0,5 cm größere Nauplien z. Bsp. 2 Tage alte Zuchtansätze, Lobstereier, Cyclops und später dann auch ein sehr fein Rinderherzmix nach eigener Rezeptur und das mehrmals pro Tag. Da diese Futtersorten sehr gehaltvolles Futter ist, kann man den Fischen beim wachsen zu schauen. Und so werden unsere Fische an einen stetigen Wasserwechsel gewöhnt, wobei die Menge des Wechsels von der Größe der Fische abhängt, das heißt je größer die Fische umso höher die Menge und so haben die Tiere in der Größe von ca.1 cm einen 98% Wasserwechsel. Und dabei ergibt sich dann ein Rhythmus von jedem 2. Tag 98% Wasserwechsel.
Auf vielfachen Wunsch möchte ich das Prinzip des Wasserwechsels näher erläutern. 98% Wasserwechsel bezieht sich auf die Umwälzung des Aquarienwassers nach Öffnung der Kugelhähne zum Mehrkammerfiltersystem. Das heißt das biologisch auf bereitetes Aquarienwasser in das Becken strömt und daher eine Umwälzung stattfindet. Durch diese Methode wird garantiert das immer annähernd gleiche Wasserwerte ( Ph-Wert, Temperatur u.s.w.) anliegen und eine Infusorienbildung,was die Fischbrut nicht verträgt, verhindert wird. Was aber bei Auffüllung mit Leitungswasser der Fall wäre. Nach der Umwälzung werden dann die Kugelhähne wieder geschlossen und das Filtersystem bereitet das umgewälzte Wasser neu auf. Dieser Rhythmus wiederholt sich dann alle 2-3 Tage.
Durch diesen Rhythmus von Fressen und Wasserwechsel wachsen die Fische sehr schnell und werden abgehärtet. Was sich dann auch im Verhalten der Fische zeigt, da es bei Wasserschwankungen z. Bsp. beim Umsetzen in andere Becken in der eigenen Anlage oder beim Kauf, keine Schwierigkeiten zeigen. Selbst nach Einsetzen in Fremdbecken fangen die Tiere innerhalb weniger Minuten an, sich neue Reviere zu suchen und zu sichern oder nach Futter zu suchen.
Im Ganzen ist der Ramirezi ein friedlicher, lebensfroher und prächtiger Fisch der uns immer viel Freude und Spaß gemacht und sicher noch lange machen wird.
Weitere Bilder unserer Schmetterlingsbuntbarschzucht finden Sie in der Gallerie , kaufen können Sie unsere Ramirezis in unserem Onlineshop.
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